Impressum Hier ein paar Reviews zum aktuellen Album “Paper God” Bodystyler Online-Mag: Paranoid Android "No Way Out" Nichts ist einfach, die Sonne scheint durch die Wolken, das Spiel kann beginnen – denn es gibt keinen Ausweg. Nichts ist einfach, doch das verstehst Du nicht, denn Du hast nicht nur Deine Vergangenheit verloren. Hass mich oder begehre mich, ignoriere mich oder verstehe mich ganz. Doch das wirst Du nicht, denn Du bist ein Wichtigtuer, der das Laufen im Leben verlernt hat. Spiel das Spiel mit – denn Du wirst es verlieren. Das Labyrinth der menschlichen Seele ist unerschließbar, zuweilen unverständlich, die Wahrnehmung immer trügerisch – das haben auch Guido Vortex und Mark E. Carter herausgefunden und widmen dieser Thematik nun ihr zweites Album. Deutlich elektronischer, gitarriger und gesanglich ausgereifter, demonstrieren sie eindrucksvoll, was in ihnen steckt – und auch in der Spezies Mensch: ein Konzept der Widersprüchlichkeit, das es erst so interessant wie erschreckend macht. Tanzbar, ausdrucksstark, textlich intensiv. Reinhören und verlie(b)ren! (Manuela Seiler) http://www.electrozine.net/de/releases/detail.php?beitragid=422 Schwarzes Bayern: CD-Review: Paranoid Android - No Way Out  „I shout it out loud“  Von Kyra Cade, Freitag, 8. Juni 2012, 14:10 Zwei Jahre mussten die Fans von Paranoid Android auf ein neues Album warten. Aber es hat sich gelohnt, Guido Vortex und Mark E. Carter ein bisschen Zeit zu lassen. Im April veröffentlichten die beiden ihre neue Scheibe „No Way Out“. 13 Songs sind darauf zu hören, die wie eine schöne Hommage an Depeche Mode oder The Cure klingen und doch etwas ganz Eigenständiges darstellen. Das beginnt bei Lied Nummer Eins, „Easy“. Die Gitarre erinnert an frühere Formationen, die noch das gemacht haben, was die „alten Hasen“ als wahre Musik bezeichnen. Natürlich kommt ein Keyboard dazu und heutzutage sind elektronische Klänge nicht mehr wegzudenken. Aber der Mix ist schon mal gut. Dazu singt Guido Vortex, hier noch sehr ruhig und fast schon zurückhaltend. In „Pain“ ändert sich das nicht. Der Gesang fügt sich sehr gut in die Melodien ein. Er will nicht dominieren, herausragend über allem stehen, sondern ist ein Teil vom Ganzen. Das gefällt mir sehr gut. Etwas quietschend ist das Thema von „Heaven“. Damit vielleicht auch nicht gerade das, was man erwartet, wenn es um den vielbesungenen Himmel geht. Doch genau das macht diesen Song – und viele weitere – aus: Das Unerwartete. Dazu nicht Schultern oder Füße zu bewegen, fällt mir sehr schwer, denn der Rhythmus ist wirklich gut zum Tanzen geeignet. Der Refrain von „Hunter and prey“ geht einem nicht mehr aus dem Kopf: „She is on the run“ – ich werde das nach einmaligem Hören schon nicht mehr los. Eingängiger Sound, vielfache Wiederholung einer Textzeile – was braucht es mehr für einen Ohrwurm? Titelsong „No way out“ bringt vor allem gesangliche Abwechslung: Es wird geflüstert und dann singt Vortex doch auch nachdrücklicher seinen Text. Die ganze Zeit frage ich mich, an wen der Song erinnert, aber ich finde es leider nicht heraus. Einen guten Beat hat „One thousend“. Auch wenn es darum geht, dass das lyrische Ich tausend Jahre schlafen könnte, nein, bei diesem Lied kann und will es das sicherlich nicht. Es reißt mit und macht richtig Spaß. Zwischendurch immer wieder schöne Riffs, die alles abrunden. Auch „Interlude“ hat Ohrwurmpotential. Dieses Mal mag man kaum die Melodie, die in verschiedenen Variationen vom Keyboard wiedergegeben wird, vergessen. Dabei handelt es sich um ein instrumentales Stück; passend zeigt es an, dass man an der Mitte der CD angelangt ist. Kurze Verschnaufpause bis es weitergeht. Wenn „In trance“ beginnt, wird man beim schönen Gitarrenintro unweigerlich an Nirvana denken müssen. Wer kennt nicht „Smells like teen spirit“? Hier werden Erinnerungen wach und es ist eine gelungene Hommage an Kurt Cobain, der leider viel zu früh gegangen ist. Für die Tanzwütigen ist vor allem „The only friend“: Ein guter Rhythmus, einfach und eingängig und wer auf den Text achtet, fühlt vielleicht genau die Enttäuschung darin ausgedrückt, die man selbst hin und wieder gegenüber anderen Menschen empfindet. Genauso geht es dann mit „Mindtrap“ und „Nightfall“ weiter. Bei der zweiten Hälfte des Albums scheint der Schwerpunkt auf tanzbare Elektroklänge gelegt worden zu sein, auch wenn letztgenannter Song gelungene Riffs hat, die etwa an Guns’n’Roses oder ähnliche Formationen erinnern. Auch „Domains of time“ hat gute Beats, wenngleich es erheblich langsamer und nicht ganz so zum Füße Schwingen geeignet ist. Den Abschluss bildet „Paranoid“. Elektro pur am Anfang, dann Gitarre, denn ohne die geht es scheinbar nicht. Ja, der Titel passt zu dem, was man zu hören bekommt, ein bisschen paranoid ist es schon, lauernde Töne und ein etwas bedrohlicher Gesang. Alles in allem ein gutes zweites Album von Paranoid Android. Die Stimme von Vortex mischt sich gut mit der Liebe zur Gitarre und den elektronischen Klängen von Keyboard und Co, die Mark E. Carter produziert. Es ist alles dabei, was ein Album braucht: Das traurige Lied, das instrumentale Zwischenstück, Tanzbares und der ein oder andere Ohrwurm. Bleibt nur noch, die Band auch mal live zu erleben: Auf der Bühne brilliert Vortex zusätzlich mit Improvisationen auf der Gitarre. Vielleicht einer der Acts beim nächsten Dark Munich Festival, man darf auf der Facebookseite abstimmen http://www.schwarzesbayern.de/V2/user/blog2027-kyra-cade/entry267-cd-review-paranoid-android-no-way-out/ DARKSPY PARANOID ANDROID – No Way Out (Echozone) Aus diesem Album gibt es keinen Ausweg. Wenn es erst einmal im CD-Player liegt, brennen sich die elektronischen Klänge von Marc E. Carter sofort in die Gehirnwindungen des Hörers ein. Die alternativen Gitarrensounds von Sänger Guido Vortex machen die ganze Sache rund. So ist dieses Album ein würdiger Nachfolger für das schon sehr eingängliche „Paper God“- Album. Der Sound konnte weiter entwickelt werden, die Reife merkt man dem Album in jeder Phase des Hörens an. So beschäftigt sich dieses Album mit dem Problem der Gefangenheit im Labyrinth der menschlichen Seele. Aber natürlich ist nicht alles so wie es scheint. Die Art des Gitarrenspiels erinnert in letzter Konsequenz an die experimentierfreudigen Züge von Jimi Hendrix, ohne hier einfach nur zu adaptieren. Die Band bildet ihren eigenen Mix aus Gitarren, Gesang und Synthesizern, die sich von den verschiedensten Spielarten des Gothic Rock, Psychedelic Rock, Grunge, New Wave und Synthie Pop beeinflusst wird. Selbstbezeichnet als „Future New Wave“. Wenn so die Zukunft aussieht, kann sie gern kommen. Kai Grothaus NecroWeb: Paranoid Android "No Way Out" Future New Wave’ nennt die Band Paranoid Android ihre Musik, möchte sich also offenbar nicht in bereits bestehende Genres eingeordnet sehen, sondern gibt an, eine eigene Musikrichtung zu bedienen, die aber von Stilen wie Gothic Rock, Psychedelic Rock, Grunge, New Wave, Synthie-Pop und Dance Music beeinflusst sein soll. ‘Future New Wave’ als eigenständige Mischung etablierter Stile also. Wie klingt diese Mischung? Und ist sie wirklich eigenständig? Zwar soll sich das Album thematisch um die Ausweglosigkeit aus dem ‘Labyrinth der menschlichen Seele’ (so die Formulierung auf dem Presse-Zettel) drehen, die leicht verständlichen und deutlichen Texte sind auch recht melancholisch und sprechen übliche zwischenmenschliche Konflikte (“The Only Friend”) und Probleme mit sich selbst (“Mindtrap”) an, aber musikalisch ist “No Way Out” leicht zugänglich, positiv und reiht einen Ohrwurm an den anderen. Die Musik von Paranoid Android kann man sich wunderbar als Hintergrundmusik in Alternative-Cafés vorstellen, und wenn sonnenbebrillte Grufties am Strand chillen und die passende Musik zu diesem Anlass suchen würden, würden sie Paranoid Android sicherlich mit auf die Playlist nehmen. Die Gitarre zieht sich sehr präsent und eingängig durch das gesamte Album; sie spielt die Hauptrolle, dicht gefolgt von den ebenso eingängigen Synthie-Klängen. Zusammen bilden die beiden Instrumente ein flottes Soundgefüge, das dafür sorgt, dass sich nach wenigen Durchgängen jeder einzelne Song des Albums in den Gehörgängen festgefressen hat. Es ist schwer, hier Beispiele zu nennen, weil die Songs sich tatsächlich alle an Eingängigkeit zu überbieten versuchen. In Bezug auf die Gitarrenriffs jedoch gehören der Titeltrack sowie “Nightfall” und “Hunter And Prey” mit ihren groovy Soli, die an alte Gitarrenhelden aus den Anfangszeiten der E-Gitarren-Musik erinnern, zu den Highlights. Auf “The Only Friend” ist es hingegen eher die Elektronik, die den Song auf direktem Wege in den Kopf befördert und dort ununterbrochen weiterdudeln lässt, denn dieses Motiv wird man kaum noch los. Selbiges gilt für “Mindtrap”. Hier hält sich zwar das eingängige Hauptmotiv eher leise im Hintergrund, das ändert aber nichts daran, dass es sich sofort einbrennt. Das Tempo der Songs ist durchgehend mittelschnell, es fehlen Ausschläge in beide Richtungen. Es gibt also weder Songs, die durch außergewöhnliche Schnelligkeit oder Härte herausstechen, noch Balladen. Der Gesang ist wenig spektakulär, jedoch auch nicht störend, unangenehm oder dergleichen. Auffällig ist jedoch der Song “In Trance”, ein Rocksong, der aufgrund der Synthies und des gemäßigten Tempos ins Albumschema passt, ansonsten aber an Songs der Sorte “Bohemian Like You” von den Dandy Warhols erinnert und sich oben drauf noch am geistigen Eigentum Kurt Cobains bedient: Das Intro ist exakt “Smells Like Teen Spirit”. Da sich Paranoid Android hier aber bei einem der bekanntesten Rocksongs der Welt bedienen und das auch noch unüberhörbar tun, soll das Einbauen dieses Intros in einen eigenen Song vermutlich eine Hommage sein. Was den Anspruch der Eigenständigkeit angeht, kann man der Band sonst keine direkten Nachahmungen vorwerfen, Einflüsse sind aber von überall her zu erkennen, bis hin zu Melodieabschnitten, bei denen man das Gefühl hat, sie so oder so ähnlich schon einmal gehört zu haben, sich aber nicht sicher ist, woher genau sie stammen. Diese Gitarrenspielart, wie man sie fast nur noch von den alten Virtuosen sowie aus E-Gitarrenlehrbüchern kennt, die moderne Rockbands kaum noch anwenden und die man bei sonst so Synthie-lastigen Songs am wenigsten erwarten würde, verleiht der Band letztendlich doch einen eigenständigen Charme und lässt sie im Gedächtnis bleiben. Außerdem muss selbst in der Schwarzen Szene nicht immer alles dunkel, komplex und dramatisch sein, sonst hätten Grufties, die beim Chillen am Strand Musik hören wollen, schon irgendwie ein Problem. http://www.necroweb.de/paranoid-android-no-way-out/