Impressum Das ewige Labyrinth 18.06.2012 - Sie sind aus dem All gekommen, von Außerirdischen ausgesetzt, um intergalaktische Musik zu machen – Guido Vortex und Mark E. Carter, aus Gliese 581c stammend, sich bezeichnend als Paranoid Android, haben der Menschheit was zu sagen! Der zervikale Irr-Sinn ist Wirklichkeit! Und es gibt keinen Ausweg! „In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.“ (S. Freud) Von: Manuela Seiler BODYSTYLER: Habt ihr einen Weg aus eurem eigenen seelischen Labyrinth gefunden? Oder schaut ihr noch nach rechts, nach rechts, nach rechts, nach rechts...? GUIDO VORTEX: Noch nicht ganz. Ich hoffe aber, dass sich das bald endlich gibt. Im Prinzip geht es da jedem vermutlich ähnlich. Er rennt gegen die virtuelle Wand, dabei ist der Ausgang doch so nah und vielleicht Ist er ja schon lange draußen, war aber zu blind, um es zu merken. Es kann aber noch ganz anders kommen. Leute, die sich wähnen, das Rätsel des Labyrinthes gelöst zu haben, stellen fest, dass sie doch nicht frei sind. Alles nur Einbildung? "Im Prinzip ist die Welt nicht so, wie wir sie wahrnehmen, sondern erscheint uns nur so, wie wir sie sehen, weil wir sie nur so betrachten können wie es unser Sinnesapparat zulässt. " BODYSTYLER: Was genau fasziniert euch an diesem Thema? Ist es nicht eher beängstigend, gerade weil es jeden Menschen so unberechenbar macht, egal, ob man einen schon ewig kennt oder nicht? GUIDO VORTEX: Nichts Spezielles. Es geht dabei um die Verarbeitung von Selbsterfahrung. Beängstigend ist vor allem, dass psychische Barrieren nicht real sind und doch manchmal unüberwindbar scheinen, obwohl es sich nur um Einbildung handelt. Angst vor meinen Mitmenschen habe ich deshalb nicht unbedingt. Allerdings gehörigen Respekt davor, welche Bedeutung die individuelle Sichtweise bzw. Unschärfe der Wahrnehmung in zwischenmenschlichen Beziehungen hat. Wenn man in andere Teile der Welt schaut, wird dies mit umso traurigerer Gewissheit deutlich. Das Ausmaß der Zerstörung kann durchaus variieren. Sicherlich hat es auch seine Relevanz, dass Stille Wasser tief sind. Angst ist aber nicht das Gegenmittel. BODYSTYLER: Welche Wahrnehmung trügt wohl eher? Die visuelle, die taktile, die akustische oder die olfaktorische? GUIDO VORTEX: Alle gleichermaßen, denke ich. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen darüber, z.B. ab welcher Schwingungsdifferenz Töne als unterschiedlich empfunden werden oder wie die Lautstärkewahrnehmung verschieden hoher Laute bei differierenden Schalldruckpegeln variiert. Mit Sicherheit gibt es ähnlich Phänomene bei Farben, Formen, Gerüchen, etc. Zum Beispiel ist das Auge bestimmt erst ab einer gewissen Helligkeit dazu in der Lage, Farben zu unterscheiden. Im Prinzip ist die Welt nicht so, wie wir sie wahrnehmen, sondern erscheint uns nur so, wie wir sie sehen, weil wir sie nur so betrachten können wie es unser Sinnesapparat zulässt. BODYSTYLER: "It's never been easy, listen to my advice, you can learn from me..." Der Song Easy wirkt sehr erwachsen, sehr bodenständig, aus dem Leben heraus. Was genau hat euch dazu inspiriert? GUIDO VORTEX: Personen, die nicht auf einen hören wollen, die eigene innere Stimme, der man lauscht und sich fragt, ob man ihr vertrauen soll, die Illusion im Mittelpunkt des Geschehens zu sein, obwohl dies nur daran liegt, dass man notgedrungen im Zentrum der eigenen Wahrnehmung steht, Drogenerfahrungen, Entführungen durch Außerirdische, Akte X - der Film, Nirvana, eine Seance mit Kurt Cobain und Jimi Hendrix, das Gefühl abzurutschen, wenn man sich nicht festhält, günstige Karten für den nächsten Urlaub auf Alpha Centauri, der Wellensittich der Nachbarn, der letztes Jahr verstarb und die Rosenbeete in unserem Garten, Respekt vor dem großen Zufall, der die Erde, den Mond und die Sonne geschaffen hat… BODYSTYLER: „Pain“ ist derzeit eines meiner Lieblingslieder. Es passt zu meiner momentanen Lebenssituation - und ich muss sagen, der Song hat mir sehr geholfen. Gab es einen konkreten Grund? was genau hat der Track mit dem Titel des Albums zu tun? GUIDO VORTEX: Das freut mich zu hören, dass ich helfen konnte! Sicherlich gab es einen konkreten Grund, den Song und den Text so zu schreiben, wie er ist. Allerdings schreibe ich die Texte auch so, dass diese jeder für sich selbst interpretieren kann und soll - was mich ultimativ daran hindert, mehr über den Hintergrund zu verraten. BODYSTYLER: Auch wenn man das Spiel mitmacht und man weiß, dass es keinen Ausweg gibt („No way out“), so finde ich dennoch, dass eure Scheibe, so paradox es auch klingen mag, viel Selbstvertrauen zurückgibt - war das so gewollt? Sozusagen als Konzept der Widersprüche? GUIDO VORTEX: Interessante Frage! Es war nicht unbedingt gewollt, zumindest nicht, dass dies beim Zuhörer passiert. Da es sich um Verarbeitung von Selbsterfahrungen handelt, war vermutlich die Idee eher, das eigene Selbstvertrauen zu stärken. Wenn dies natürlich überspringt und anderen Menschen hilft, umso besser! Das freut mich, dass das Album so positive Nebeneffekte hat! Da hätte ich jetzt nicht unbedingt mit gerechnet! Konzept der Widersprüche insofern, dass es keinen Ausweg zu geben scheint, aber die Wahrnehmung doch auch trügt. BODYSTYLER: Wenn ich eure Platte höre, muss ich irgendwie immer an She Wants Revenge denken - ein Kompliment? GUIDO VORTEX: Auf jeden Fall! Wenn wir es genauso weit schaffen könnten, wäre das toll! Also auf dem Blackfield spielen dieses Jahr, das wär’s! BODYSTYLER: Welche Wünsche und Hoffnungen habt ihr noch für dieses Jahr? GUIDO VORTEX: Mehr Bookings. Trotz der Elektronik im Klangbild sind wir doch eine Live- Band. Nein, kein Widerspruch! "Beängstigend ist vor allem, dass psychische Barrieren nicht real sind und doch manchmal unüberwindbar scheinen, obwohl es sich nur um Einbildung handelt." BODYSTYLER: Sind Live-Gigs geplant? Wie darf man sich ein Konzert für das zweite Album vorstellen? Erzählt doch mal! GUIDO VORTEX: Am besten schaut man regelmäßig auf http://www.paranoid-android.eu vorbei und informiert sich dort oder schreibt an newsletter@paranoid-android.eu und abonniert eben denselben. Aktuell kommen doch noch sehr viele Gigs kurzfristig rein. Der nächste ist am 20.08.2012 im M8 in Mainz. Konzerte von uns sind immer mit viel Gitarrengewusel uns Synthie-Gequietsche verbunden. Wir spielen die Stücke auch nicht so runter, wie sie auf Platte sind, sondern interpretieren öfters mal was neu und beleben die Stücke durch Variation und Improvisation. Gelegentlich spielen wir auch die eine oder andere Cover-Version bekannter Vorbilder. BODYSTYLER: Vielen Dank für das Interview! GUIDO VORTEX: Wir haben zu danken! BODYSTYLER: Ich wünsche euch noch viel Erfolg und macht weiterhin so tolle Musik!!! GUIDO VORTEX: Danke, wir wünschen Euch auch alles Gute! Interviews: 18.06.2012 Bodystyler MAG: http://www.electrozine.net/de/features/detail.php?beitragid=441 2012 Kainklangmagazin http://kainklangmusikmagazin.com/?p=425 Da ihr als Band vielen Lesern erstmal noch kein Bergriff sein werdet, würde ich Dich bitten die Band … doch einmal mit eigenen Worten vorzustellen. Wie, wann und wo kam es zur Gründung der Band. Und wer genau verbirgt sich alles hinter dem Namen …. Guido Vortex: Wir nennen die Musik, die wir mit Paranoid Android machen selber „Future New Wave“, da wir den New Wave Style der 80er Jahre und den Indie Rock der 90er Jahre durch die Kombination mit modernen Elektro Beats und Sythie-Sounds in das neue Jahrtausend teleportieren wollen. Die Idee für das musikalische Konzept habe ich in meinem Studio entwickelt. Es ist eine Kombination aller Musikstile, welche ich in der Vergangenheit separat verfolgt habe: New Wave, Indie Rock und Techno bzw. House. Das Ziel war es etwas Eigenständiges dadurch zu erschaffen. In der jetzigen Besetzung gibt es uns seit März 2010. Wie, wo, wann und vor allem warum überhaupt kam es zur Gründung der Band? Guido Vortex: Da eine Band möglichst live spielen soll habe ich begonnen mir Musiker zur Live- Realisation zu suchen. Zunächst unter dem Namen „Genetic Vortex“. Dann habe ich entschlossen die Besetzung von Grund auf zu ändern und auch einen neuen Namen zu verwenden, da der alte schwer zu merken ist. Marc habe ich dann über eine Zeitungsannonce kennen gelernt. Gibt es so etwas, wie eine grundsätzliche Idee, die sich hinter Paranoid Android verbirgt? Guido Vortex: Es geht darum das Beste aus verschiedenen Musikstilen in einem zu vereinen. Insbesondere geht es um die Fusion der Welten Rock, Elektro und New Wave. Vorprogrammierte Beats und Arrangements mit spontanen Gitarrenriffs. Synthetisch und organisch zugleich. Künstlerische Freiheit gepaart mit Sympathie beim Publikum. Eigensinnig, aber trotzdem gefallen wollen. Wie ist eure letzte Veröffentlichung bei euren Fans angekommen? Welche Reaktionen gab es von Seiten der (Szene – Fach)Presse? Guido Vortex: Bisher überwiegend positives Feedback. Insbesondere live bekommen wir viel unaufgefordert positives Feedback. Was die harte Arbeit bestätigt, die man investiert hat. Zum Teil wirken wir auch polarisierend, vor allem in der Presse, was aber durchaus auch positiv zu werten ist. Nur wer polarisiert kann auch auffallen und erfolgreich sein. Wie lange habt ihr an der Fertigstellung für die neue CD gearbeitet? Wo wurde sie aufgenommen und produziert? Guido Vortex: Die Erfahrung hat gezeigt, das ein Turnus von 2 Jahre pro Album realistisch ist. Die reine Netto Zeit zur Produktion beträgt aber nur 1 Jahr. Die restliche Zeit ist man mit der ganzen restlichen Arbeit beschäftigt, die auch mit dazu gehört. Promotion, live spielen, Interviews beantworten .. ;_) … etc. Wurdet ihr bei der Produktion von jemandem hinter den Reglern unterstützt, oder lag alles allein in euren Händen? Guido Vortex: Das hab ich alles in meinem Studio selber gemacht. Die Freude am produzieren würde ich mir auch nie nehmen lassen.. Smilie: ;-) Was wäre die schlimmste Kritik, die ihr bekommen könntet? Guido Vortex: Jede fundamentale musikalische Kritik wie: Die Songs sind schlecht produziert, arrangiert und der Gesang ist Schief: Wer lieber Heavy Metal hört, hört halt lieber Heavy Metal. Mark E. Carter: „Ihr könnt das Publikum nicht begeistern“ Und wie geht Ihr generell mit negativen Stimmen um? Guido Vortex: Überdenken, ob was dran ist.. Falls ja: Verbessern, sonst ignorieren. Mark E. Carter: Wir versuchen etwas Konstruktives darin zu finden und wenn es etwas ist an dem wir arbeiten müssen, dann tun wir es. Inwieweit nutzt Ihr das Songwriting als Eigentherapie? Guido Vortex: Also in Therapie muss ich nun noch nicht. *lacht* Aber manchmal dient die Musik schon als Ventil zur Verarbeitung, auch unangenehmer, persönlicher Ereignisse. Verarbeitet Ihr in den Texten persönliche Erfahrungen und Erlebnisse? Guido Vortex: Die Texte sind abstrakte Reflexion der alltäglichen Erfahrungen, mal tiefgründig mal total oberflächlich gepaart mit purer Fiktion. So das man manchmal nicht mehr unterscheiden kann ,was was ist.. Habt Ihr einen persönlichen Lieblingssong auf dem aktuellen Album? Wenn ja, welcher ist es und warum? Guido Vortex: „Not Afraid“, da er am intensivsten ist von der Wirkung und 1:1 das darstellt was wir sind. Zudem geht es darum das zu Überwinden, was die unsichtbare und oftmals unsinnigste Hürde für menschliches Handeln ist, Angst. Gibt es einen zentralen Song, der die Grundgedanken des Albums exemplarisch aufzeigt? Guido Vortex: „Paper God“, der Titelsong. Es geht darum, das der moderne Finanzkapitalismus in seiner Reinform (Sieh USA, Hypotheken-Finanzkrise) dazu führt, dass viele ohne Rücksicht auf Andere ausschließlich zu ihrem eigenen Vorteil agieren und Geld, Besitz und Reichtum den Mensch bewerten anstelle von Moral. Dadurch kann schließlich das ganze Zusammenleben der Menschen kollabieren. Am Ende profitiert dann niemand. Das Cover zeigt die Moai Staturen auf den Oster Inseln mit einer Dollar Textur. Dies Symbolisiert, das Anbeten von Geld in Verbindung mit dem Niedergang einer Zivilisation und einem zerstörten Lebensraum. Die Bewohner der Oster Inseln haben versucht ihren Wohlstand mit extremem Raubbau an der Natur ins Unermessliche zu steigern. Die Konsequenz war, dass das Ökosystem kollabiert ist und die Inseln unbewohnbar wurden. Was macht euren charakteristischen Sound aus? Guido Vortex: Elektro Beats, Gitarren mit viel Verzerrung und Modulations Effkten, Schöne Synthie Sounds dazu. Und natürlich charakteristische Vocals und exzentrische und aufwendige Gitarrensoli. Wie stellt ihr euch die Form zukünftiger Veröffentlichungen vor? Guido Vortex: Wir suchen dafür noch Kooperationspartner. Ein Label, Bookingagentur etc.. Gibt es Nebenprojekte, die ihr betreibt? Guido Vortex: Den einen oder anderen Remix. Mark E. Carter: Ich bin Autor und habe bisher zwei Bücher veröffentlicht. Einen Vampirroman namens „Bluthunger“ und ein Buch über die Welt von Gor. Musikalisch betrachtet schreibe ich unter dem Projektnamen „Implement the past!“ eigene Songs. Wie läuft bei euch das Auswahlverfahren für eine neue CD oder einen Song ab? Guido Vortex: Ich nehme die Songs auf und wir entscheiden gemeinsam was aufs Album kommt. Welche Anforderungen stellt ihr persönlich an einen guten Song? Guido Vortex: Interessante Harmoniewechsel, möglichst eigen Ideen für Riffs, Spannendes Arrangement.. Nicht immer: Intro, Strophe, Chorus, Strophe Chorus, C Teil, Chorus, Ende. Es zu versuchen von Standards abzuweichen, aber trotzdem eingängig zu sein. Aufwendig zu recht geschraubte und hochqualitative Sounds. Gefühlvoller, abwechslungsreicher und hypnotisierender Gesang. Wenn ihr neue Songs komponiert, benötigt ihr da eine bestimmte innerliche Stimmung oder eine besondere Atmosphäre? Guido Vortex: Nee, das geht auf Knopfdruck. Ein gewisser zeitlicher Abstand zwischen den Songs ist von Vorteil um neue Ideen sammeln zu können. An welchen Orten könnt ihr euch am besten auf das Schreiben neuer Songs und Texte konzentrieren? Guido Vortex: Studio oder Schreibtisch.. ab und zu auch die Grüne Wiese. Smilie: ;-) Wie wichtig sind euch eure Texte? Nehmen sie in der Musik einen großen Stellenwert ein, oder seht ihr die Texte eher als Beiwerk zur Musik? Guido Vortex: Die Texte entstehen erst wenn die Musik fertig ist. in sofern sind sie nicht ganz so wichtig. Wie zufrieden seid ihr mit dem bisher Erreichten und was würdet ihr ändern, wenn ihr die Zeit zurückdrehen könntet? Guido Vortex: Wir können sehr zu frieden sein, wenn man die Konkurrenzsituation unter Bands und die Dauer unserer Existenz realistisch beurteilt. Mark E. Carter: Wir würden uns von nicht auf Promotion-Agenturen verlassen, so wie wir es zu Beginn gemacht hatten. Ansonsten würden wir nicht viel ändern… so sehe ich es zumindest. Welche konkreten Pläne habt Ihr für die nahe Zukunft? Guido Vortex: Noch ein Album, noch eine Tour, mehr Fans und mehr Spaß. Mark E. Carter: Unsere Musik innerhalb der dt. Gothic-Szene zu einer etablierten Größe entwickeln. Der Name „Paranoid Android“ soll für diese Szene ebenso selbstverständlich sein wie beispielsweise ASP, The Cure oder Blutengel. Und wo seht Ihr Euch in 20 Jahren? Guido Vortex: Im Altersheim.. Smilie: ;-) Mark E. Carter: Auf dem Titelblatt des „Rolling Stone“ Smilie: ;-) Wieso habt ihr euch für den Bandnamen entschieden? Steckt für euch dahinter eine tiefere Bedeutung? Guido Vortex: Der entstammt meinem Lieblingscharakter „Marvin“ dem paranoiden Androiden aus meinen Lieblingsbuch „Per Anhalter durch die Galaxis“ DARK SPY no 41 www.dark-spy.com PARANOID ANDROID 42 - Paranoide Reise durch die elektronische Galaxis So menschlich kann die Welt der Computer und Roboter werden, wenn sie nicht nur unsere Arbeiten, sondern auch unsere Ängste übernehmen. Aber was passiert mit einem Androiden, der unter Verfolgungswahn leidet? Dies werden wir hier Gott sei Dank nicht klären können, denn so weit ist unsere Welt noch nicht von der Technik übernommen worden. Beim Paranoid Android handelt es sich um eine Elektro-Band, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, den eingefahrenen Sound dieses Genres ein wenig aufzumischen und neue Akzente zu setzen. Wer sich hinter dem Bandnamen verbirgt und wer für die Namensgebung verantwortlich ist, verraten uns die beiden Protagonisten. DARK SPY: Hallo Jungs von „Paranoid Android“, stellt euch doch einmal kurz vor. GUIDO VORTEX: Guido Vortex, spiele Gitarre und singe. MARK E. CARTER: Mark E. Carter, spiele Keyboards und bin für die Elektronik zuständig. (...) DARK SPY: Wie kam es zu dem Namen „Paranoid Android“? GUIDO VORTEX: Der Name entstammt dem Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“. Dort gibt es einen Charakter namens „Marvin“, einen manisch depressiven Roboter, den „Paranoid Android“ eben. Hiermit sei auch widerlegt wir hätten unseren Bandnamen von dem Radiohead Song. Dieser ist nämlich ebenfalls nach Marvin benannt. MARK E. CARTER: Der Name war Bestandteil einer langen Liste von Alternativen, durch die wir uns nach dem Ausschlussprinzip durchgekämpft GUIDO VORTEX: Die hauptsächliche Herausforderung besteht offensichtlich darin mit relativ wenig Mann viel Show auf der Bühne zu machen und gleichzeitig nicht den Fokus vom Spielen der Instrumente zu verlieren. Und mit Sonnenbrille fällt natürlich so Einiges schwerer aufgrund des eingeschränkten Sichtfeldes (lacht). MARK E. CARTER: Wir versuchen trotz der Computertechnologie, welche wir einsetzen, so viel wie möglich „live on stage“ zu performen! Es werden nur jene Parts vom Sequenzer gespielt, die einfach durch ihre Komplexität oder Geschwindigkeit nicht mehr umgesetzt werden können. DARK SPY: Ihr seid sehr stark in den elektronischen Netzwerken vertreten. Wie wichtig ist euch der Austausch mit euren Fans? GUIDO VORTEX: Sehr wichtig. Ich gestehe hier auch offen dem Stupsen auf Facebook verfallen zu sein (lacht). Man kann über soziale Netzwerke ganz gut mit den Leuten kommunizieren und lernt so Leute kennen, die man im echten Leben nicht kennen gelernt hätte. Das macht sehr viel Spaß und ist umso ulkiger, wenn man die Leute dann irgendwann doch in Persona trifft.   MARK E. CARTER: Die Fans sind es, die Paranoid Android erst zu einer richtigen Band machen. Ohne die Leute, die auf unsere Konzerte gehen und unsere Musik hören wollen und kaufen, ist man nicht mehr als ein Team von Menschen, die Musik machen. Was nützt es dann, Songs zu schreiben und hier nicht in eine Art Austausch mit anderen Menschen zu treten? (...) DARK SPY: Was möchtet ihr unseren Lesern noch mit auf den Weg geben? GUIDO VORTEX: Natürlich mal bei uns reinzuhören auf www.paranoid-android.eu und sich bei unserem Newsletter anzumelden newsletter@paranoid-android.eu . Neu Abonnementen schenken wir unser aktuelles Album „Paper God“ als Mp3-Download. Wir verlosen regelmäßig Konzertkarten und es wird in Zukunft auch noch einige weitere Specials geben. DARK SPY: Wir wünschen euch alles Gute und viel Erfolg mit „Paper God“ und dem paranoiden Androiden und vielen Dank für das interessante Interview Kai Grothaus DARK SPY